FÜRACKER: GEMEINSAM STARK GEGEN FINANZKRIMINALITÄT IN EUROPA
„Gemeinsam mit der Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA) setzen wir auf Teamwork gegen Finanzkriminalität über Ländergrenzen hinweg, um Umsatzsteuerhinterziehung entschieden zu bekämpfen! Gerade unsere bayerische Steuerfahndung macht hier den Unterschied: Mit digitaler Innovationskraft, langjähriger Erfahrung und großem Engagement arbeiten unsere Ermittlerinnen und Ermittler eng mit der EUStA zusammen: So laufen aktuell 50 Ermittlungsverfahren der bayerischen Steuerfahndung für die EUStA, bei denen ein mutmaßlicher europaweiter Steuerschaden von rund 1,6 Milliarden Euro im Raum steht! Ob beim Austausch von Informationen, bei Durchsuchungen oder bei der Digitalisierung umfangreicher Aktenbestände – Bayern bringt Tempo und Präzision in die europaweite Ermittlungsarbeit. So zeigen wir gemeinsam, wie moderne, vernetzte Ermittlungen wirkungsvoll funktionieren. Damit bleibt Bayern ein starker, verlässlicher und tatkräftiger Partner an der Seite der EUStA“, betonte Finanz‑ und Heimatminister Albert Füracker im Rahmen des heutigen gemeinsamen Austausches mit der EUStA.
Andrés Ritter, Stellvertretender Europäischer Generalstaatsanwalt: „Schwere, regelmäßig von organisierten kriminellen Gruppen begangene Finanzkriminalität verursacht einen enormen Schaden für Deutschland und die anderen EU-Staaten. Die EUStA als einzige europaweit zuständige Staatsanwaltschaft gibt zusammen mit spezialisierten und erfahrenen Partnern eine schnelle und entschlossene Antwort gegen diesen massiven Steuer- und Zollbetrug. Dabei ist uns die Sonderkommission Schwerer Steuerbetrug (SKS) ein solcher wichtiger und bewährter Partner in den Ermittlungen. Die Anzahl der Anklagen, Verurteilungen und Einziehungen von kriminell erlangtem Vermögen in Bayern seit Schaffung der EUStA zeigen, wie erfolgreich sich die Zusammenarbeit gestaltet. Wir freuen uns auf die mit Herrn Minister Füracker besprochene zukunftsweisende Intensivierung.“
Die EUStA ist eine unabhängige EU-Einrichtung mit Sitz in Luxemburg, die seit 2021 für die strafrechtliche Verfolgung von Betrug, Korruption und Geldwäsche zum Nachteil der finanziellen Interessen der EU und bei grenzüberschreitendem Umsatzsteuerbetrug zuständig ist. Grundlage ist die verstärkte Zusammenarbeit von 24 EU Mitgliedstaaten. Ihre Struktur umfasst eine Zentrale in Luxemburg unter der Leitung der Europäischen Generalstaatsanwältin, 24 Europäische Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie 182 Delegierte Europäische Staatsanwältinnen und Staatsanwälte an europaweit 49 Standorten. Der Freistaat Bayern unterstützt mit seinen engagierten Steuerfahnderinnen und Steuerfahndern die Arbeit der EUStA, insbesondere das EUStA-Zentrum in München mit seinen fünf Delegierten Europäischen Staatsanwältinnen und Staatsanwälten, die sich mit Fällen in Bayern und Sachsen befassen.
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