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Aktuelles
Pressemitteilung Nr. 193
München, 07.07.2026

FÜRACKER: BAYERISCHE ‚CUBY‘ - SATELLITEN ERFOLGREICH INS ALL GESTARTET!
Eigene Kleinstsatelliten liefern künftig hochpräzise Daten der Erdoberfläche // Innovation und Wertschöpfung bleiben in bayerischer Hand

„Heute schreiben wir bayerische Raumfahrtgeschichte: Die fünf „CuBy“-Kleinstsatelliten - gemeinsam mit dem Zentrum für Telematik aus Würzburg, der Smart Small Satellite Systems GmbH sowie der Technischen Universität München entwickelt - sind erfolgreich ins All gestartet. Das ist der Beginn der ersten eigenen operativen Satellitenmission des Freistaats Bayern. Für die Bayerische Vermessungsverwaltung, die dieses wegweisende Projekt verantwortet, und für ganz Bayern ist das ein starkes Signal für unseren modernen Technologiestandort. Erstmals können wir Bayern aus dem Weltall fotografieren und Bilder mit einer Genauigkeit von etwa vier Metern liefern. Von der Aufnahme im All bis zur Nutzung der Bilder in Verwaltung, Wirtschaft und Forschung bleibt damit alles in bayerischer Hand. Das macht uns unabhängiger und stärkt unsere Zukunftsfähigkeit“, freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich des Starts der „CuBy“-Satelliten.

„Unsere fünf Satelliten – echte Hightech-Botschafter aus Bayern – sind zwar kaum größer als ein Schuhkarton, leisten aber Beeindruckendes: Alle drei Tage liefern sie künftig hochauflösende Bilder aus dem All. Damit können wir wichtige Informationen schnell und gezielt dorthin bringen, wo sie gebraucht werden – ob beim Schutz vor Naturkatastrophen, beim Umweltschutz oder bei der Aktualisierung digitaler Karten:

Diese Daten helfen uns beispielsweise, die Auswirkungen von Klimaveränderungen in der Land- und Forstwirtschaft frühzeitig zu erkennen“, so Füracker weiter.

Der Freistaat Bayern setzt mit dem Forschungsprojekt „Bayerisches Satellitennetzwerk CuBy“ auf eine zukunftsweisende, anspruchsvolle Technologie. Die nur 37 x 23 x 10 Zentimeter großen und 14 Kilogramm schweren Kleinstsatelliten des Bayerischen Satellitennetzwerks operieren in einer stabilen Umlaufbahn von 460 Kilometern über der Erde und liefern alle drei Tage zur gleichen Ortszeit hochaufgelöste Bilder, die für Bayern maßgeschneiderte Zeitreihenanalysen mit hoher Aussagekraft ermöglichen. Mithilfe eines KI-unterstützten Datenverarbeitungs- und Managementsystems werden diese Satellitendaten effizient gespeichert, und daraus verschiedene Datensätze abgeleitet. Dadurch können Informationen zeitnah und zielgerichtet an die Nutzer weitergeleitet werden.

Erste Bilder aus dem Orbit werden bereits in wenigen Monaten erwartet. Die reguläre, flächendeckende Bereitstellung von verarbeiteten Satellitenbildern erfolgt voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027. Mit diesem Probebetrieb soll die Realisierbarkeit einer möglichen Vollmission getestet werden.


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